Deutschlandweit trafen sich die besten Sportler mit körperlicher und geistiger Behinderung in Kiel zu den Special Olympics. Der Attler Florian Linsner holte in der Wettkampfklasse I Silber.

Erstmals kämpfte der G-Judoka, der beim ASV Rott Rott trainiert, in der höchsten Wettkampfklasse und konnte sich souverän gegen die Konkurrenz durchsetzen. Beim Skill-Test wurde der deutsche Meister in der WK II überraschend in die höchste Kampfklasse eingeteilt, wo er sich aber hervorragend behauptete. Einzig Justin Hagemeier vom DJK Essen musste sich Florian Linsner in der stark besetzten Gewichtsklasse bis 78 kg geschlagen geben. Doch auch die weiteren Attler Sportler erzielte beachtliche Ergebnisse.

Gold gab es für Josef Staudhammer in der WK III bis 67 kg, in der WK II schaffte er es auf Rang fünf. Andreas Mentz sicherte sich in der WK III bis 80 kg Bronze, und Stefan Oppelt erzielte bis 100 kg noch einen guten vierten Platz.
Die deutsche Vizemeisterin Sabrina Bargel kämpfte in der WK II in der Gewichtsklasse über 95 kg und erzielte ebenfalls Bronze. Sie zeigte unter anderem gegen die amtierende Weltmeisterin Christine Schlachter aus Mühlheim eine hervorragende Leistung, gegen die sie nur aufgrund des Schiedsrichterentscheids (Hantei) verlor.

G-Judo ist Judo für Menschen mit einer geistigen Behinderung, die Einteilung in Wettkampfklassen spiegelt den Grad der Behinderung wider. Entsprechend sind auch die Kampfregeln angepasst. In der WK III ist es damit beispielsweise möglich, dass der Kampf ausschließlich auf dem Boden stattfindet, wenn ein Kämpfer dies wünscht. Beim ASV Rott/Inn trainiert seit mehreren Jahren eine Gruppe G-Judokas, die alle in der Stiftung Attl leben und arbeiten.

Bei den Special Olympics trafen sich in Kiel vom 14.-18. Mai mehr als 4600 Athleten, die in 19 Sportarten gegeneinander antraten. Insgesamt ca. 27.000 Besucher und Gäste ließen sich in der Veranstaltungswoche von der Begeisterung der Athletinnen und Athleten anstecken. Der Sportfonds der Sportfreunde Attl ermöglichte den G-Judokas sowie der Schwimmerin Carina Hampel vom TSV Mühldorf mit ihren Betreuern die Teilnahme an dem deutschlandweiten Wettbewerb, der erst wieder in vier Jahren stattfindet. Der Austragungsort steht noch nicht fest.